Excite

Was bringen Selbstbräuner?

Jeder ist gerne braun im Sommer. Viele haben aber entweder gar nicht die Zeit für entspannende Sonnenbäder oder halten sich aus Angst vor Hautschäden zurück. Die Alternativen sind Selbstbräuner der verschiedensten Art. Die Vorzüge und Nachteile von Cremes, Lotionen, Sprays und Tüchern wollen wir kurz aufführen.

Erste Selbstbräuner wurden in den 1950ern vermarktet, gingen aber schon auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus den 1920ern zurück. Die meisten Mittel funktionieren durch den Wirkstoff Dihydroxyaceton (DHA), der mit Eiweißen zusammen in der obersten Hautschicht reagiert und eine Färbung hervorruft. Hier muss bereits erwähnt werden, bei 10 bis 15 Prozent der Menschen wirkt DHA nicht auf diese Weise, eine Bräunung bleibt aus. Außerdem gibt einem die Färbung mit einem Selbstbräuner keinen Sonnenschutz, wie viele Benutzer noch immer meinen.

Die größten Probleme, die Selbstbräuner seit ihrer Massenvermarktung immer zu beklagen hatten, waren der Geruch, die fleckige Abdeckung und der unschöne Gelbton, den DHA hinterlässt. Egal aber ob Bodylotion, Spray oder Bräunungstuch, die Präparate sind heute alle parfümiert und lassen nur noch selten den typischen Selbstbräuner-Geruch durch. Um Streifen und Flecken zu vermeiden sollte man den Bräuner nach der Reinigung langsam mit kreisenden Bewegungen auftragen. Am Besten geht man sparsam vor und wiederholt die Prozedur regelmäßig, das erhöht die Chance einer gleichmäßigen Bräune. Die größten Vorteile vereint sicher das Selbstbräuner-Spray, da es nach dem Aufsprühen nicht mal eingerieben werden muss. Nachteile sind, dass es teuerer ist und man meistens eine ziemliche Sauerei im Badezimmer hinterlässt.

Auch die einzeln verpackten Bräunungstücher stehen den Sprays in Anwendung und Wirksamkeit kaum in etwas nach. Es wird allerdings häufiger von verstopften Poren und Mitessern nach der Anwendung berichtet, also unbedingt erst mal testen und Wirkung auf die Haut beobachten. Die zahlreichen Cremes und Bodylotions aus der Tube haben die typischen Probleme von Selbstbräunern, aber auch Vorteile. Inzwischen gibt es unzählige Kombinationen von Bräunungseffekt mit Tages- und Feuchtigkeitspflege oder Anti-Age-Wirkung. Wer also schon ein Beauty-Junkie ist, der kann sein Programm auch um ein wenig Bräune erweitern. Generell kann man sagen, je zarter und zurückhaltender das Bräunungsversprechen ist, desto natürlicher wirkt die Färbung.

Die extremste Bräunung ohne UV-Strahlen bekommt man natürlich in einer Sprühkabine bei der Kosmetikerin. Der Trend aus den USA etabliert sich zwar auch hier mehr und mehr, schützt aber auch nicht vor Orangenbraun und bietet ebenso wenig Sonnenschutz. Der allgemeine Nachteil von Sonne aus der Tube ist, dass immer wieder nachgecremt werden muss. Wem das alles zu viel ist, einfach mal den Selbstbräuner weglassen, natürliche Blässe ist ja auch modern.

Bild: lgl.bayern.de, pennajoe123 (Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2019