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Wann ist das endlich vorbei?! – Akne bei Erwachsenen

Sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben: Sie haben Ihre Ausbildung hinter sich gebracht, Sie gehen einem Beruf nach, Sie leben in einer Partnerschaft, und vielleicht haben Sie bereits Kinder oder planen diese für die Zukunft. Schauen Sie jedoch in den Spiegel, werden Sie schnell an Ihre Teenager-Zeit erinnert: Im Gesicht wachsen Pickel und Mitesser – Sie leiden an Akne Tarda.

    Wilkernet/Pixabay

Ü 30 und kein Ende in Sicht

Von der Akne Tarda, einer späten Erscheinungsform der Akne, sind etwa ein Drittel aller erwachsenen Frauen betroffen. Männer ereilt dieses Schicksal nur ausgesprochen selten. Dies ist bereits ein wichtiger Unterschied zur Akne Vulgaris (die Jugendlichen-Akne), die auch männliche Jugendliche betreffen kann. Die Spätakne tritt zumeist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, eine Talg-Überproduktion führt dazu, dass Poren verstopfen und sich entzünden.

Schuld an der Misere tragen unterschiedliche Faktoren. Hormonschwankungen – ausgelöst durch das Absetzen der Pille, durch eine Schwangerschaft, vor und während der Periode – fördern die Produktion von Fettsäuren, dadurch verursachte Akne-Bakterien lassen Pickel und Entzündungen sprießen. Die Pickel am Kinn, an der Wange, am Hals und im Dekolleté können jedoch auch durch Stress, wie beispielsweise durch eine dauerhafte Belastung im Berufs- und Privatleben, und durch die Einnahme von Medikamenten ausgelöst werden. Außerdem kann eine unausgewogene Ernährung das Auftreten von Pickeln begünstigen. Mehr zum Thema Akne erfahren Sie auch auf der Seite akne-ratgeber.org.

Was kann helfen?

Die Akne Tarda hat viele Ursachen, die Stärke der Symptome ist von Frau zu Frau verschieden. Aus diesem Grund ist auch die Behandlung bei jeder Frau unterschiedlich – als wichtigste Anlaufstelle für die Betroffene dient jedoch immer der Hautarzt. Dieser untersucht das Hautbild genau, führt ein Beratungsgespräch und stellt die Behandlungsoptionen zusammen. Bei einem besonders starken Akneschub wird der Hautarzt (wahrscheinlich) zunächst ein Antibiotikum verschreiben. Damit können die Entzündungen heilen, Narbenbildung wird entgegengewirkt, die Haut – und die Patientin – können sich entspannen. Bei einer leichteren Form helfen auch antibiotische Cremes.

Neben einer medikamentösen Behandlung sollten Betroffene auch viel Wert auf eine porentiefe Hautreinigung legen. So kann eine Kosmetikerin die Haut mit einer Farblicht-Bestrahlung behandeln und eine Tiefenreinigung vornehmen. Patientinnen sollten niemals selbst versuchen, entzündete Pickel zu reinigen bzw. zu öffnen, dies kann zu stärkeren Entzündungen und Narbenbildung führen.

Pflege für daheim

Bei der Spätakne ist es wichtig, passende Pflegeprodukte anzuwenden. Für die tägliche Reinigung sollten Sie auf keinen Fall auf herkömmliche Seifen und reine Fettcremes zurückgreifen. Die darin enthaltenden Stoffe können die Bildung von Mitessern und Pickeln fördern. Sprechen Sie offene Fragen mit dem Hautarzt und ihrer Kosmetikerin ab, sie werden Ihnen hilfreiche Tipps zur Pflege und auch zur Anwendung von Make-up geben können.

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