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Surplus - Parfum aus Kot

Der Künstler Jammie Nicholas will aus Scheiße Geld machen und hat daher das Parfum Surplus hergestellt. Tatsächlich kaufen Leute dieses ganz spezielle Produkt sogar, denn nach eigenen Aussagen sind von den ursprünglich 85 Flakons bereits 25 verkauft. Viceland.com hat ein Interview mit dem kuriosen Parfumeur geführt und konnte natürlich auch auf ein paar schlechte Fäkalwitze nicht verzichten.

Stolze 40 britische Pfund, also umgerechnet etwa 46 Euro, berechnet Jammie für ein Flakon seines Duftes. Wie kam es also zu der Faszination für die Exkremente und die anschließende Verarbeitung zu Parfum? Tatsächlich gibt es ein Buch zur Geschichte der Scheiße (The History Of Shit), bei dem theoretische und soziale Implikationen zu Fäkalien analysiert werden. Darin kommt auch die Rolle als Inhaltsstoff in Kosmetikprodukten zur Sprache.

Nach dem simplen Prinzip, dass gute Düfte schlechte überdecken können, wurde dort vorgeschlagen, dass schlechte Düfte auch gute überlagern könnten. Nach dieser banalen Feststellung hat Jammie laut eigenen Angaben einige Parfumeure und Mikrobiologen befragt. Dabei erfuhr er, dass es einige Moleküle geben soll, die sowohl in guten wie auch in schlechten Düften vorkommen. So gibt es im Geruch von Fäkalien, ebenso wie in dem weißer Blumen, z.B. Orangenblüten, das Molekül Skatol. Einzig die Konzentration sei eine andere und entscheide am Ende über den tatsächlichen Duft.

Für sein eigenes Parfum sammelte er knapp eine Woche lang Rohmaterialien und extrahierte dann daraus ein Öl. Auf dieser Basis kreierte er das Parfum Surplus, was er passenderweise als Eau de Shit betitelt. 85 Glasflakons konnte er damit füllen und verkauft diese nun über das Internet. Ob es weiteren Nachschub oder noch andere Produkte geben wird, ist unklar. Ob nun als Kunstprojekt, Statement oder einfach nur Scheißidee, das Surplus Parfum findet man garantiert in sonst keiner Parfümerie.

Bild: viceland.com

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