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Schneckenschleim statt Botox: Der neue Trend aus Japan

Ekelfaktor hoch drei, aber dafür wunderschöne, faltenfrei Haut: In Japan greifen Frauen nicht mehr zu Botox, sondern lassen sich nun Schnecken übers Gesicht kriechen! Denn angeblich soll der Schleim der Schnecken gegen Falten, gereizte Haut und Akne helfen.

Lebende Schnecken im Kosmetikstudio

Die Auswahl an Mitteln gegen Falten ist groß: Cremes, Spritzen, Skalpelle. Es gibt aber immer mehr Menschen, die aktiv gegen die Anzeichen der Alterung vorgehen wollen und ständig neue Methode ausprobieren. In Japan greift nun ein Kosmetikstudio zu lebenden Gartenschnecken. Die kleinen Schnecken werden den Kundinnen direkt aufs Gesicht gesetzt, wo sie fünf bis zehn Minuten lang herumkriechen. Der abgesonderte Schleim soll dabei alte Hautzellen entfernen, Feuchtigkeit spenden und der Faltenbildung vorbeugen.

Eigentlich ist die heilende Wirkung von Schneckenschleim keine wirklich neue Entdeckung. Schneckenschleim gilt schon lange als Hausmittel gegen Warzen. Seit einiger Zeit sind Schneckencremes erhältlich, die ihren Ursprung in Chile haben. Dort wird die Gefleckte Weinbergschnecke (Helix Aspersa Müller) gezüchtet und ihr Schleim zu Hautcremes verarbeitet.

Der Hauptwirkstoff im Schneckenschleim ist Allantoin. Es fördert das Zellwachstum und trägt damit zur Hauterneuerung bei. Aus diesem Grund ist Allantoin häufig in Narbencremes enthalten. Außerdem soll der Schneckenschleim darüber hinaus die Bindegewebsfasern Elastin und Kollagen enthalten, die auch in der menschlichen Haut vorkommen und sie elastisch und fest zugleich machen. Die Schnecke nutzt diese Stoffe um beispielsweise ihre Schale zu reparieren. Es handelt sich beim Schneckenschleim also nicht um ein neues Wundermittel, sondern vielmehr um einen bereits vielseitig erprobten Stoff in der Kosmetik.

Behandlungen bislang nur in Japan

Der Einsatz lebendiger Schnecken ist der aktuellste Kosmetik-Trend. Gegenüber den gängigen Schneckenschleim-Cremes sollen die lebendigen Weichtiere den Vorteil haben, dass sie zusätzlich kleine Härchen sowie abgestorbene Hautzellen entfernen, wodurch sich die Haut besonders zart anfühlen soll. Im japanischen Kosmetikstudio kostet eine Anwendung um die 80 Euro. Hierzulande bietet noch niemand diese Behandlung an.

Wer einen Garten hat, kann es ja mit einem kostenlosen Selbstversuch probieren. Nur der Gedanke wird bei den meisten ein Ekelgefühl hervorrufen, aber im Gegensatz zu Botox-Spritzen tun die kleinen Tiere zumindest nicht weh.

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