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Müdem Aussehen entgegenwirken: Dr. Mariam Omar gibt Tipps

Dr. med. Mariam Omar ist Fachärztin für Plastisch-Ästhetische Chirurgie und leitet die Abteilung der POLIKUM Ästhetik am Standort Berlin-Charlottenburg. Im Interview stellt sie die Polikum Unternehmensgruppe sowie ihre Behandlungsschwerpunkte als Fachärztin vor. Außerdem erklärt Dr. Omar, wie einem müden Aussehen während der stressigen Vorweihnachtszeit entgegengewirkt werden kann und wie wichtig das Thema Nachsorge ist.

Frage: Frau Dr. Omar, seit September 2012 leiten Sie die POLIKUM Ästhetik. Können Sie POLIKUM einmal kurz vorstellen?

Dr. Mariam Omar: Die Polikum Unternehmensgruppe betreibt sogenannte Medizinische Versorgungszentren. Derzeit gibt es in der Region Berlin drei solcher ambulanten Gesundheitszentren. Ähnlich dem Konzept eines Ärztehauses, wird dort eine Vielzahl unterschiedlicher Fachdisziplinen unter einem Dach vereint, mit dem Unterschied eines gemeinsamen elektronischen Datensystems und abgestimmten Behandlungsansätzen aller Ärzte im Haus. Ich leite die Abteilung der POLIKUM Ästhetik im Standort Charlottenburg in Berlin. Mit POLIKLIN haben wir dort zugleich eine klinische Abteilung im Haus. Das bedeutet, uns steht ein voll ausgestatteter OP mit zwei Sälen sowie eine Privatstation zur Verfügung. Somit ist es mir möglich, neben ambulanten Eingriffen auch Operationen durchzuführen, bei denen die Patienten auf der Privatstation optimal versorgt werden können. Es sind Tag und Nacht ein Arzt bzw. Krankenschwestern für die individuelle stationäre Betreuung im Einsatz. Für viele Patienten stellt sich dies als Vorteil heraus, da so eine Behandlung aus einer Hand gewährleistet wird.

Frage: Was genau sind Ihre Behandlungsschwerpunkte als Leiterin der POLIKUM Ästhetik?

Dr. Mariam Omar: Ich bin Fachärztin für Plastisch-Ästhetische Chirurgie. Dabei habe ich mich auf die Ästhetik spezialisiert. Schwerpunkte sind Operationen im Gesicht, wie zum Beispiel die Straffung der Augenlider oder das Facelift. Darüber hinaus gehören auch Therapien ohne Skalpell - hierzu gehören beispielsweise die Faltenbehandlung durch Unterspritzungen mit Botox oder Hyaluronsäure - zu den alltäglichen Eingriffen. Ein weiteres Spezialgebiet ist die Brustvergrößerung oder -straffung. Auch Verkleinerungen der Brust sind nicht selten, werden aber zum größten Teil nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt. In diesem Zusammenhang ergeben sich oft ergänzende Maßnahmen zur Körperformung durch Bodysculpturing mit der Fettabsaugung. Hierbei benutzte ich die Vibrationstechnik.

Frage: Zum Weihnachtsfest fühlen sich viele gestresst oder durch das graue und kalte Wetter müde und erschöpft, wenn Sie in den Spiegel schauen. Was empfehlen Sie als Expertin auf dem Fachgebiet der Ästhetik?

Dr. Mariam Omar: Die meisten meiner Patienten wünschen sich trotz des Weihnachtstrubels ein frisches, erholtes Aussehen. Dies kann ich durch sanfte Maßnahmen ohne Skalpell bis zu einem gewissen Grad erfüllen. Die Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure oder Botoxulinum Toxin A sind hier Präparate, die innerhalb von wenigen Tagen ihre Wirkung voll entfalten. Es gibt leider sehr viele Firmen, die diese Produkte anbieten. Daher ist immer Vorsicht geboten, von wem und mit was man sich behandeln lässt. Ich verwende die Marktführer, die je nach Faltenausprägung verschiedenste Produktlinien entwickelt haben. Dafür benötigt man Zeit für die individuelle Beratung mit der Patientin/dem Patienten und Erfahrung, mit welcher Technik und - vor allem beim Botox wichtig - mit welcher Dosis man unterspritzt, und welches Präparat verwendet wird. Nach einer Woche vereinbare ich gerne einen Kontrolltermin, damit man das Ergebnis besprechen, Fragen beantworten oder evtl. noch etwas nachbessern kann. Ein natürliches und zufriedenes Aussehen wünsche ich mir für meine Patienten zum Fest.

Frage: Aus Ihrer Vita geht hervor, dass sie insgesamt sechs Monate in Südafrika gearbeitet haben. Was haben Sie dort genau gemacht und welche Erfahrungen konnten Sie mitnehmen?

Dr. Mariam Omar: Im Rahmen meiner fachärztlichen Weiterbildung war ich u.a. auch sechs Monate in Kapstadt. Mein Einsatz erfolgte auf der Verbrennungsstation im Tygerberg Hospital, Universität Stellenbosch, als Assistenzärztin. Für vier Wochen war ich im Red Cross Children's Hospital in Kapstadt ergänzend tätig. Ich habe dort die chirurgische und intensivmedizinische Versorgung von Schwerstbrandverletzten gelernt. Aufgrund der sozialen Umstände gibt es eine hohe Anzahl von Verbrennungsopfern unter Erwachsenen und leider auch unter Kindern. Es war täglich eine große Herausforderung, sowohl im OP als auch auf der Intensivstation, unter hohem physischen und psychischen Druck, die vielen Patienten optimal zu versorgen.

Frage: In Deutschland ist die Situation natürlich eine ganz andere. Trotzdem beschweren sich viele Patienten über eine mangelnde Betreuung seitens der Ärzte, beispielsweise was das Thema Nachsorge betrifft. Wie stehen Sie zu diesem Thema?

Dr. Mariam Omar: Gerade in meinem Fachgebiet ist der Erfolg einer OP sehr abhängig von einer optimalen Vorbereitung und einer intensiven, individuellen Nachsorge. Oft arbeite ich, gerade nach Fettabsaugungen oder Eingriffen im Gesicht, eng mit Physiotherapeuten oder renommierten Kosmetikinstituten (z.B. Sarah Schäfer Kosmetik) zusammen. Diese führen u.a. Lymphdrainagen am Körper und im Gesicht durch, die den Heilungsprozess optimieren und beschleunigen. Zusätzlich mache ich wöchentliche Kontrollen, um die Wundheilung und den postoperativen Verlauf medizinisch zu betreuen. Die Termine bespreche ich individuell mit den Patienten. Es ist wichtig, in diesem Punkt flexibel auf jeden Einzelnen einzugehen.

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