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Im schwachsten Moment: Wann Frauen sich am hässlichsten fühlen

Eine selbstbewusste Frau, die weiß, dass sie schön ist, wird nicht so schnell weitere Kosmetikprodukte kaufen - das ist zumindest die Idee hinter einer Marketingumfrage, aus der eine kurze Studie entstanden ist, die festhält, wann Frauen sich am unattraktivsten fühlen.

All diese jetzt fein säuberlich aufgelisteten Momente breiten Angriffspunkte für Werbung, die genau in die Kerbe schlagen soll: Es ist morgens, die Kinder müssen für die Schule fertig werden, man selbst für den Job und nebenbei passieren die kleinen Katastrophen des Alltags – ein Blick in den Spiegel ist in dem Moment nicht immer tröstlich. Wenn im gleichen Moment im Radio Werbung läuft, die genau diesen Knick im Selbstbewusstsein angreift, manipuliert das die potentiellen Kundinnen vermutlich eher dazu, ein paar Schönheitsartikel mehr zu kaufen.

Der zynische Gedankengang hinter dieser Maschinerie wird vielleicht nur noch von der Banalität der Studienergebnisse übertroffen: Die erwähnte Situation am Morgen ist für viele Frauen am schwierigsten. Und wenn sie gerade wegen irgendetwas geweint haben und die Spuren davon noch im Gesicht erkennbar sind, dann fühlen sich Frauen auch nicht gerade attraktiv. Wer das herausgefunden hat, muss wirklich kluge Fragen gestellt haben.

Außerdem sind die Attraktivitätsgefühle auch nach Wochentagen aufgeschlüsselt und die Ergebnisse zeigen in etwa das, was man sich auch hätte erschließen können: Sonntags fühlen sich viele Frauen vom Samstag(abend)sprogramm noch müde und wollen sich erholen – sexy fühlt man sich dabei nicht. Montags beginnt die Arbeitswoche und auch hier ist das Selbstbewusstsein nicht auf der Höhe. Aber eigentlich sollten Frauen wissen, ob das Radio, der Fernseher oder eine Zeitung gerade etwas anderes behauptet oder nicht: Sexy geht sowieso anders, als das Klischee sagt.

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