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Brigitte verzichtet zukünftig auf Magermodels

Nachdem es schon international Vorbilder gibt, hat sich auch die Zeitschrift Brigitte entschlossen, Magermodels aus ihren Seiten zu verbannen. Wo in anderen Redaktionen Pölsterchen wegretuschiert werden, berichtet Chefredakteur Andreas Lebert vom genauen Gegenteil: "Seit Jahren müssen wir die Mädchen mit Photoshop dicker machen, die Schenkel, das Dekollée. Das ist gestört und pervers."

Die Konsequenz ist, dass die Zeitschrift in Zukunft keine professionellen Models mehr buchen will. Stattdessen werden die Leserinnen dazu aufgerufen, sich für zukünftige Kosmetik- und Modefotos zu bewerben: "Es werden Frauen gezeigt, die eine Identität haben, also die 18-jährige Abiturientin, die Vorstandsvorsitzende, die Musikerin, die Fußballerin."

Den Anstoß für diese Überlegung führt Lebert sowohl auf Reaktionen und Rückmeldungen von Leserinnen, wie auch von internen Mitarbeiterinnen zurück. Nach Lebert leide die Glaubwürdigkeit, wenn Mode an Insekten gezeigt wird, um im gleichen Heft die Leserinnen dazu aufzufordern, zu sich selbst und dem eigenen Körper zu stehen.

- Erinnern wir uns auch an Lizzy, dem Model mit dem Bauchansatz!

Wer zu sich steht und sich vorstellen kann, für die Brigitte als Model tätig zu werden kann sich, wie Welt Online berichtet, ab sofort unter der Brigitte Homepage bewerben. Wer für ein Fotoshooting gecastet wird, kann sich dann ab 2010 anstelle eines Magermodels in der Brigitte wiederfinden.

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