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Botox - Nervengift mit Nebenwirkungen

Der Name des weltweit stärksten Nervengifts ist Botox. Wenn ein Gift in der Medizin und im kosmetischen Bereich eingesetzt wird, muss auch bei einer Behandlung mit Botox mit Nebenwirkungen gerechnet werden.

Für den kosmetischen Anwendungsbereich hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch der Name Botox (Handelsname Botulinumtoxin Typ A, Neurobloc oder Xeomin) eingebürgert. Die jeweiligen Botulinumtoxin-Varianten können untereinander nicht einfach ausgetauscht werden. Ein Anwender sammelt mit jedem einzelnen Medikament eigene Erfahrungen.

Einsatz in der Kosmetik und als Medikament

Seit 1900 ist Botulinumtoxin als ein tödliches Wurstgift identifiziert. Es macht verdorbene Wurstwaren giftig. Demnach ist Botox ein Leichengift, welches beim Verwesen von Leichenteilen entsteht. Anwendungen werden zu kosmetischen und medizinischen Zwecken gemacht.

Während es in der Kosmetik zum Glätten von (mimisch geprägten) Falten eingesetzt wird, nutzt es die Medizin als Medikament bei Muskelverkrampfungen und bei motorischen Störungen. Das Gift wird von Neurologen und Hautärzten außerdem in zuckende Lider, bei stark schwitzenden Achseln oder bei Blasenproblemen injiziert.

Das Injizieren von Botox ist mit Nebenwirkungen verbunden. Das Nervengift kann sich im Körper ausbreiten und zu Beschwerden führen. Die typischen Risiken und Nebenwirkungen, welche sehr selten auftreten, sind dosis- und indikationsabhängig. Auftreten können demnach Hämatome, Kopfschmerzen, Injektionsschmerz, Lähmung benachbarter Muskeln, Sehstörungen, Übelkeit, Taubheitsgefühl oder Augentrockenheit.

Andere angezeigte Nebenwirkungen beim Einsatz von Botox sind unter anderem die Unwirksamkeit der Anwendung, Augenbrauen- und Augenlidptosis, Schluckstörungen, Schwellungen des Augenlids und Änderung der Stimmlage. Bei Injektionen in die Oberlippe kann es zu einem gehemmten Lippenschluss kommen, wodurch beispielsweise das Blasen und Trinken eingeschränkt sind. Beim Lachen kann es zu Asymmetrien kommen.

Bei Patienten der Neurologie wurde nach der Vergabe von Botox-Medikamenten eine neutralisierende Antikörperbildung festgestellt. Etwa 30 Prozent aller Therapien bleiben so erfolglos. Nach einer Vielzahl von Anwendungswiederholungen wird ein gewisser Wirksamkeitsverlust beobachtet. Die Dosierungen müssen daraufhin erhöht werden.

Risiken aufgrund nicht dokumentierter Langzeitfolgen

Wenn sich Patienten einer Behandlung mit Botox zur Glättung von Falten unterziehen, müssen sie eine Erklärung unterzeichnen, da es sich um ein nicht für kosmetische Anwendungen zugelassenes Mittel handelt.

Die Behandlung mit Botox hat Nebenwirkungen in Form unkalkulierbarer Risiken. So sind die Langzeitfolgen beim Menschen bei weitem noch nicht erforscht. Mehrere hundert Personen erlitten nachweislich schwerere Schädigungen, außerdem sind Todesfälle in Verbindung mit Botoxbehandlungen aktenkundig.

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